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Chamonix, ein mythisches Tal, das von den Gipfeln des Mont-Blanc-Massivs überragt wird, verkörpert lebendiges Hochgebirge, geprägt von der Höhe, den Gletschern und einer langen Tradition der Erforschung. Als Land des Alpinismus und der Durchreise pflegt es eine enge Verbindung zwischen Natur, Know-how und Bergkultur. Mit Les Alpes by Opinel begeben wir uns auf die Entdeckung der Menschen, die dieses außergewöhnliche Gebiet zum Leben erwecken, um tief in eine symbolträchtige Landschaft einzutauchen.
Historisch gesehen sind die Almen ein grundlegender Bestandteil der Wirtschaft des Val Montjoie.Bereits Ende des 13. Jahrhunderts übertrug Dame Béatrix de Faucigny, die Herrin der Region, den Bewohnern der Weiler der Pfarrei Saint-Gervais das Nutzungsrecht an den Almen des gesamten Gebiets – insbesondere an denen von Miage – im Austausch gegen eine Anfangszahlung sowie eine jährliche Pacht. Diese Konzession, „Albergement“ genannt, konnte von Generation zu Generation weitervererbt werden.
Bis in die 1960er Jahre zogen mehrere Familien jeden Sommer in das Miage-Tal hinauf, um dort ihre Kühe zu hüten und sich der Herstellung von Tomme-Käse zu widmen. Heute weiden auf diesen Almen nur noch Rinder, die über den Sommer gemästet werden, und die alten Almhütten sind zu begehrten Zweitwohnsitzen der Einwohner von St-Gervais geworden.
Im Herzen des Mont-Blanc-Massivs, fernab vom Trubel des Chamonix-Tals, verkörpert die Plan-Glacier-Hütte einen raueren, stilleren, fast geheimnisvollen Berg.
Auf 2.700 Metern Höhe gelegen, mit Blick auf die hängenden Seracs und die mineralischen Linien der Dômes de Miage, ist diese Hütte ein Ziel für sich – sowohl wegen des Erlebnisses als auch wegen des Weges. Denn hier zählt die Route genauso viel wie das Ziel.
Zwei Hauptzugänge führen nach Plan Glacier, wobei jeder einen anderen Blick auf die Berge bietet: der Chemin des Contrebandiers und die Moraine de l’Ours.
Die nur zu Fuß erreichbare Berghütte von Plan Glacier muss man sich erst einmal verdienen.
Diese relativ schwierige Erreichbarkeit macht sie zu einem unberührten Ort, der von erfahrenen Wanderern und Bergsteigern auf dem Weg zu den großen Touren der Region frequentiert wird.
Von ihrer Terrasse aus können Sie den Miage-Gletscher, einen der größten Frankreichs, und die spitzen Grate beobachten, die den Horizont zeichnen.
Im Sommer ist das Licht hier besonders kontrastreich: raue Mineralität, hartnäckige Schneefelder und oft klarer Himmel bilden eine anspruchsvolle, aber beeindruckende Kulisse.
Eine luftige und historische ÜberquerungDer Schmugglerweg ist zweifellos der symbolträchtigste Zugang. Historisch genutzt, um diskret die Grenze zu überqueren, führt diese Route entlang steiler Hänge und durch mehrere exponierte Passagen.
📍 Start: Gebiet Champel / Les Contamines-MontjoieProfil: Balkonwanderung, mit Seilen gesicherte Passagen⏱ Dauer: langer Tag (7 bis 9 Stunden, je nach Tempo)
Der Weg schlängelt sich oberhalb des Val Montjoie entlang und bietet freie Ausblicke. Einige Passagen sind mit Seilen gesichert, stellen jedoch keinen Klettersteig dar: Es handelt sich um alpines Gelände, in dem man konzentriert sein muss.
🥾 Für wen?Diese Route richtet sich an erfahrene Wanderer, die keine Höhenangst haben und sich in technischem Gelände sicher bewegen können. Sie erfordert sowohl Ausdauer als auch Nervenstärke.
Ein sanfter Aufstieg in GletschergebietWeniger ausgesetzt, aber körperlich ebenso anspruchsvoll, bietet die Moraine de l’Ours einen direkteren Zugang, indem man die vom Gletscher geformten Erhebungen sanft erklimmt.
📍 Start: La Gruvaz / Val Montjoie🏞 Profil: Anhaltender Aufstieg, stellenweise instabiles Gelände⏱ Dauer: 6 bis 8 Stunden
Die Route führt zunächst durch Almweiden und Wälder, bevor sie in eine eher felsige Landschaft übergeht. Die Moräne – eine Ansammlung von Felsbrocken, die der Gletscher hinterlassen hat – erfordert ein vorsichtiges Vorankommen.
🥾 Für wen? Diese Route eignet sich für ausdauernde Wanderer, die weniger auf luftige Passagen als auf eine kontinuierliche Anstrengung aus sind. Sie bleibt technisch anspruchsvoll, ist aber psychologisch leichter zu bewältigen als der Chemin des Contrebandiers.
Auf 3.842 Metern Höhe gelegen, ist die Aiguille du Midi einer der symbolträchtigsten Orte von Chamonix. Sie ist mit der Seilbahn vom Stadtzentrum aus erreichbar und ermöglicht es, in weniger als 30 Minuten das Hochgebirge zu erreichen, ohne dass technische Vorkenntnisse erforderlich sind.
Von hier aus kann man auch den Start von Bergtouren beobachten, insbesondere in Richtung des Grats der Aiguille du Midi oder des Vallée Blanche.
Anfahrt: Seilbahn ab Chamonix (2 Etappen)Fahrzeit: ca. 20 MinutenHöhe: 3.842 mTipp: In der Hochsaison im Voraus reservieren
Die Mer de Glace ist der größte Gletscher Frankreichs. Erreichbar mit der Montenvers-Bahn, ist sie eine der meistbesuchten Naturstätten des Tals.
Der Ort bietet einen lehrreichen Einblick in die alpine Umwelt und ihre Veränderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gletscherschwund.
Anfahrt: Zahnradbahn ab Chamonix
Fahrzeit: ca. 20 Minuten
Ankunftshöhe: 1.913 m
Zugang zum Gletscher: über Treppen + Seilbahn (je nach Saison)
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